Die Exporterlöse hätten sich im vergangenen Monat auf 19 Milliarden Dollar nahezu verdoppelt, teilte die Internationale Energieagentur (IEA) am Dienstag in Paris mit. Im Februar vor Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran waren sie den Angaben zufolge noch auf 9,75 Milliarden Dollar und damit den niedrigsten Stand seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor vier Jahren gefallen.
Die Rohölexporte stiegen der IEA zufolge um 270'000 Barrel pro Tag auf 4,6 Millionen Barrel pro Tag. Dies sei vor allem auf höhere Lieferungen über den Seeweg zurückzuführen, da die Druschba-Pipeline durch die Ukraine weiterhin ausser Betrieb sei. Die russische Rohölproduktion sei im März auf 8,96 Millionen Barrel pro Tag von 8,67 Millionen im Februar gestiegen.
Allerdings dürfte Russland kurzfristig Schwierigkeiten haben, die Ölproduktion über das Niveau von Anfang des ersten Quartals hinaus zu steigern, erklärte die IEA. Grund seien Schäden an der Hafen- und Energieinfrastruktur durch ukrainische Angriffe. Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen russische Häfen an der Ostsee und am Schwarzen Meer sowie Raffinerien verstärkt mit Drohnenangriffen beschädigt. Sie will damit die Einnahmen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs schwächen.
(Reuters)

