Das Abkommen sieht eine Senkung der US-Zölle auf indische Waren von 50 auf 18 Prozent vor. Im Gegenzug soll Indien seine Käufe von russischem Öl einstellen und eigene Handelsbarrieren abbauen. Nachfolgend die wichtigsten Details:
VORTEILE FÜR DIE USA
Indien will mehr US-Produkte kaufen. Dazu gehören Erdöl, Rüstungsgüter, Elektronik, Pharmazeutika, Flugzeuge und Telekommunikationsprodukte. Zudem soll es einen verbesserten Marktzugang für Agrarprodukte geben. US-Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins erklärte, das Abkommen werde die amerikanischen Agrarexporte nach Indien ankurbeln. 2024 belief sich das US-Handelsdefizit mit Indien im Agrarbereich auf 1,3 Milliarden Dollar.
RUSSISCHES ÖL
Indische Raffinerien haben ihre Käufe von russischem Öl bereits reduziert. Sie benötigen jedoch eine Übergangsfrist, um aus bestehenden Verträgen auszusteigen. Die Regierung in Neu-Delhi hat einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge noch keinen vollständigen Stopp der Importe angeordnet.
VORTEILE FÜR INDIEN
Dem indischen Exportverband FIEO zufolge wird die Senkung der US-Zölle auf 18 Prozent die Ausfuhren deutlich ankurbeln. Dies betreffe unter anderem Textilien und Bekleidung, Arzneimittel, Chemikalien, Schuhe, Schmuck und Lebensmittel wie Garnelen. Damit würden indische Produkte mit denen asiatischer Wettbewerber wie Vietnam und Bangladesch gleichgestellt.
HANDELSDATEN
Von Januar bis November 2025 stiegen die indischen Exporte in die USA um 15,9 Prozent auf 85,5 Milliarden Dollar. Die Importe erreichten 46,1 Milliarden Dollar. Der bilaterale Handel mit Waren und Dienstleistungen belief sich 2024 auf 212,3 Milliarden Dollar. Die USA verzeichneten dabei ein Warenhandelsdefizit von 45,8 Milliarden Dollar.
VERBLEIBENDE ZÖLLE
Analysten zufolge dürften die US-Zölle nach Section 232 auf Stahl, Aluminium, Kupfer, Autos, Autoteile und einige andere Waren bestehen bleiben. Ein Teil der indischen Exporte in die USA wird daher trotz des Handelsabkommens weiterhin mit höheren Zöllen belegt sein.
(Reuters)

