Der ⁠geldpolitische Schlüsselsatz bleibt in der Spanne von 3,50 ⁠bis 3,75 Prozent, wie die Federal Reserve am Mittwoch bekanntgab. ‌Es ist die zweite ‌Pause in Folge, nachdem die ​Fed die Zinsen im vorigen Jahr dreimal gesenkt hatte. Experten hatten mit der erneuten Pause gerechnet. Sie sagten in ersten Kommentaren:

MICHAEL HEISE, HQ ‌TRUST:

«Die Eskalation der Lage in Nahost macht es sehr unwahrscheinlich, dass die Fed in 2026 die ​Leitzinsen senken wird. Auch wenn die ​Öl- und Gaspreise angesichts ​der Ungewissheiten über den Verlauf und die Dauer des Konflikts schwer ‌zu prognostizieren sind, muss bereits jetzt für das Jahr mit einer höheren Inflationsrate gerechnet werden. ​Eine Zinserhöhung ​der Fed wäre ⁠allerdings auch verfrüht. Denn der Anstieg ​der Öl- und ⁠Gaspreise ist ein erheblicher Belastungsfaktor für das ‌zuletzt ohnehin recht langsame Wachstum und den schwachen Arbeitsmarkt in den USA. Der ‌US-Notenbank bleibt kaum etwas, als die weitere ​Entwicklung zu beobachten. Und die Übertragungseffekte des Energiepreisschubs auf die breitere Inflation.»

ELMAR VÖLKER, LBBW:

«Die Ungewissheit über die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die ohnehin noch erhöhte Inflation erschwert der Notenbank ihren Job.»

LENA DRÄGER, KIEL INSTITUT FÜR WELTWIRTSCHAFT:

«⁠Eine Zinssenkung ist angesichts der noch nicht ausgestandenen Inflationsgefahr vorerst ​faktisch vom Tisch.»

(Reuters)