Die Konsumentenpreise stiegen im Juli um 3,2 Prozent nach 3,0 Prozent im Juni, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Die US-Notenbank Fed will die Inflation eindämmen und es von der Datenlage abhängig machen, ob sie im September die Leitzinsen weiter erhöht oder nicht.
Analysten sagten zu den Daten in ersten Reaktionen:
Ulrich Wortberg, Helaba: "Die Inflation in den USA steigt leicht. Dies sollte nicht überinterpretiert werden, nachdem die Gesamtteuerungsrate im Monat zuvor dank eines Basiseffekts deutlich zurückgekommen war. Die Entwicklung auf den Vorstufen lässt darauf hoffen, dass sich in den kommenden Monaten der abwärts gerichtete Trend fortsetzen wird. Dies gilt auch für die Kernteuerung. Hier setzt ein Vormonatsanstieg von erneut 0,2 Prozent die US-Notenbank wohl nicht unter Druck, die Zinsen weiter zu erhöhen. Die Zahlen liegen knapp unterhalb der Erwartungen und sollten für anhaltend gedämpfte Zinserwartungen sorgen, zumal die zeitgleich veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker gestiegen sind als gedacht."
Bastian Hepperle, Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank: "Das Resultat ist nicht mehr als ein kleiner Rückschlag, der Inflationsweg zeigt weiter nach unten. Beschwerlich bleibt der Ausblick für die Kerninflation. Bis zur September-Sitzung der Fed wird der Inflationsdruck nicht weit genug abgenommen haben, um das Ende der Leitzinsstraffungen ausrufen zu können. Eine Zinserhöhung liegt damit weiter in der Luft. Nun gilt es, geduldig zu bleiben."
(Reuters)
