Die Verbraucherpreise stiegen ‌im ⁠April in den USA um 3,8 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium ⁠am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 3,7 Prozent gerechnet. ‌Der Ende Februar ausgebrochene Nahost-Konflikt hatte ‌die Teuerungsrate im März ​bereits auf 3,3 Prozent getrieben. In ersten Reaktionen hiess es dazu:

BASTIAN HEPPERLE, HAUCK AUFHÄUSER LAMPE:

«Die US-Inflationsrate macht wegen der erneut kräftig gestiegenen Benzinpreise grosse Sprünge nach oben. Der ‌Druck in der Inflationspipeline bleibt stark. Läuft es ungünstig, springt die Inflationsrate noch über 4,0 Prozent. Bislang halten sich die ​Zweitrundeneffekte höherer Energiepreise noch in Grenzen. Die Kernrate ​dürfte in den nächsten ​Monaten noch knapp an der 3,0 Prozent vorbeischrammen. An eine Rückkehr ‌der Inflationsraten nahe 2,0 Prozent ist für dieses Jahr nicht zu denken. Angesichts der aufwärtsgerichteten Inflationsrisiken wird der neue Fed-Chef Warsh ​Trumps ​Zinssenkungswünsche wohl enttäuschen.»

RALF UMLAUF, ⁠HELABA:

«Das kräftige Plus an den Tankstellen ​treibt auch die monatliche ⁠Anstiegsrate des gesamten Verbraucherpreisindexes. Die Jahresrate steigt dementsprechend spürbar ‌und nähert sich der Marke von vier Prozent. Abseits der Energie und Nahrungsmittel hat der Preisauftrieb ‌ebenfalls zugenommen. Einen Freifahrtschein für die Fed ​zum Senken der Zinsen stellt dies nicht dar. Die Zinserhöhungserwartungen dürften verstärkt werden.» 

(Reuters)