Zudem legte der Computerhersteller am Donnerstag einen überraschend optimistischen Ausblick vor. «Wir haben im Geschäftsjahr 2025/2026 Aufträge für KI-optimierte Server im Wert von 64 Milliarden Dollar verbucht und starten mit einem Rekordauftragsbestand von 43 Milliarden Dollar in das neue Geschäftsjahr», sagte der für das Tagesgeschäft verantwortliche Chef Jeff Clarke.
Vor diesem Hintergrund kündigte er eine Anhebung der Dividende um 20 Prozent an. Gleichzeitig werde das Aktienrückkaufprogramm um zehn Milliarden Dollar aufgestockt. Dell-Aktien stiegen daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um zwölf Prozent.
Für den Betrieb ihrer KI-Modelle wie ChatGPT oder Gemini benötigen Softwarefirmen viel Rechenleistung. Daher wollen grosse Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services (AWS), Google oder Microsoft im laufenden Jahr insgesamt mindestens 630 Milliarden Dollar in neue Serverfarmen investieren.
Dell peilt für 2026/2027 Konzernerlöse von 138 bis 142 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 12,90 Dollar je Aktie an. Das Geschäft mit Servern werde sich voraussichtlich erneut verdoppeln und ein Volumen von 50 Milliarden Dollar erreichen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Gesamtumsatz um 19 Prozent auf 113,5 Milliarden Dollar und der bereinigte Gewinn um 27 Prozent auf 10,30 Dollar je Aktie.
Das PC-Geschäft wuchs dagegen mit einem Plus von fünf Prozent unterdurchschnittlich. Hier dämpfen die steigenden Preise für Speicherchips die Nachfrage. Wegen des Baubooms bei KI-Rechenzentren sind diese Halbleiter knapp. Da eine Entspannung der Lage vorerst nicht in Sicht ist, wird der Absatz von Desktops und Laptops einer Prognose der Beratungsfirma Gartner zufolge 2026 um rund zehn Prozent zurückgehen.
(Reuters)

