Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines hat im vergangenen Jahr nur dank günstiger Finanzgeschäfte einen Gewinnsprung hingelegt. Im Tagesgeschäft verdiente das Unternehmen wegen gestiegener Kosten weniger als im Vorjahr, wie es am Dienstag in Atlanta mitteilte.

Zugleich gab Delta den Kauf von 30 Boeing -Langstreckenjets vom Typ 787 «Dreamliner» bekannt. Die Erwartungen von Delta-Chef Ed Bastian an das laufende Jahr konnten die Anleger am Finanzmarkt jedoch nicht überzeugen: Sie schickten die Aktie vorbörslich mehr als vier Prozent abwärts.

2025 steigerte Delta den Umsatz um 3 Prozent auf 63,4 Milliarden US-Dollar. Da auch die Betriebskosten stiegen, sank der operative Gewinn um drei Prozent auf 5,8 Milliarden. Unter dem Strich profitierte Delta aber von günstigen Anlagegeschäften und der Gewinn rückte um 45 Prozent auf gut 5 Milliarden vor.

Für das laufende Jahr rechnet Bastian mit einem um Sondereffekte bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 6,50 und 7,50 Dollar. Dies wäre auf jeden Fall mehr als die 5,82 Dollar von 2025.

Die erratische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump hatte das Geschäft von Fluggesellschaften aus den USA im vergangenen Jahr zeitweise deutlich zurückgeworfen. Delta-Chef Bastian sieht in der Weltpolitik auch 2026 Gefahren für seine Geschäftsprognose - sowohl aus den USA als auch aus dem Ausland. «Wir werden keinen Rekordgewinn in Aussicht stellen oder versprechen, bevor wir die Unsicherheiten etwas besser verstanden haben.»

(AWP)