Die chinesischen Onshore-Aktien seien relativ unempfindlich gegenüber dem Ölpreisschock, sagt Christopher Wood, globaler Leiter der Aktienstrategie bei Jefferies. «Der beste Aktienmarkt der Welt in einer solchen Zeit ist der chinesische Festlandmarkt», sagte Wood in einem Interview mit Bloomberg TV.
«China ist den USA in Sachen Energie um Lichtjahre voraus, und Energie ist wahrscheinlich der Schlüsselsektor weltweit.» China sei von den negativen Entwicklungen des Krieges am wenigsten betroffen, da es dank ausreichender Ölreserven und Fortschritten bei erneuerbaren Energien und Batteriespeichern «nahezu unbegrenzten Zugang zu billigem Strom» habe, so Wood. Er nannte ausserdem potenzielle Käufe durch staatliche Fonds, die als «National Team» bekannt sind, und eine nachlassende Deflation im Industriesektor als positive Faktoren.
Chinesische Vermögenswerte, von Aktien über Währungen bis hin zu Anleihen, haben sich seit Beginn des Nahostkonflikts als beeindruckend widerstandsfähig erwiesen. Dies spiegelt die Vorteile wider, die sich aus jahrzehntelangen Energieinvestitionen ergeben, die die Wirtschaft vor externen Schocks schützen.
Der chinesische Onshore-Benchmark-Index CSI 300 ist seit Kriegsbeginn um 2,7 Prozent gefallen, verglichen mit einem Rückgang von 5,4 Prozent beim MSCI World Index
Wood, langjähriger globaler Stratege bei Jefferies und Autor des viel gelesenen Newsletters «Greed & Fear», zählt zu den einflussreichsten Stimmen im Bereich asiatischer und Schwellenländerinvestitionen. Er erwarb sich einen Ruf durch seine frühen optimistischen Prognosen für einige asiatische Märkte in den 2000er-Jahren und durch seine Warnungen vor Exzessen in den entwickelten Märkten.
(Bloomberg/cash)
