Die Deutsche Börse hat exklusive Gespräche über die Übernahme der europäischen Fondsplattform Allfunds in einem Bar- und Aktiendeal im Volumen von 5,3 Milliarden Euro aufgenommen.
Der Börsenbetreiber aus Frankfurt hat ein unverbindliches Angebot vorgelegt, das Allfunds mit rund 8,80 Euro je Aktie bewertet, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht, die einen früheren Bericht von Bloomberg News bestätigte. Die Offerte entspricht einem Aufschlag von rund 33 Prozent auf den Schlusskurs vom Mittwoch.
Der Vorschlag besteht aus 4,30 Euro in bar und rund 4,30 Euro in neuen Aktien der Deutschen Börse sowie einer erwarteten Bardividende von 0,20 Euro je Aktie, hiess es weiter. Der Aufsichtsrat von Allfunds hat demnach einstimmig zugestimmt, exklusive Gespräche über das Angebot aufzunehmen.
Es gebe keine Gewissheit, dass eine Transaktion zustande kommen werde, und die Bedingungen könnten sich noch ändern, so die Deutsche Börse.
Allfunds bietet Fondsmanagern und Vertriebspartnern Systeme für Handel und Ausführung, Datenanalyse und Compliance-Dienstleistungen. Das verwaltete Vermögen belief sich Ende September auf 1,7 Billionen Euro. Die Software des Unternehmens ermöglicht es Kunden, verschiedene Investmentfonds über eine zentrale Plattform zu filtern und zu handeln. Zudem bietet sie Fondsgesellschaften Reporting-Tools zur Nachverfolgung von Vermögenswerten und Fondsflüssen.
(Bloomberg)
