Die Preise für nach Deutschland importierte Güter sind im Juli auch dank günstiger Energiekosten weiter gesunken. Im Jahresvergleich fielen die Einfuhrpreise um 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Es ist bereits der vierte Rückgang in Folge. Volkswirte hatten nur einen Preisdämpfer von 1,2 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich gingen die Importpreise um 0,4 Prozent zurück, während Experten einen Rückgang um 0,3 erwartet hatten.

Den grössten Einfluss auf die Einfuhrpreise haben weiterhin Kosten für importierte Energie, die sich im Jahresvergleich um 12,5 Prozent verbilligte. Günstiger waren vor allem Rohöl (minus 22,7 Prozent) und Mineralölerzeugnisse (minus 12,9 Prozent). Dagegen war der Import von elektrischem Strom erheblich teurer als im Vorjahresmonat. Hier meldete das Bundesamt einen Preissprung um 30,5 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise gingen die Einfuhrpreise im Juli im Jahresvergleich nur um 0,2 Prozent zurück. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse ausser Betracht, lag der Importpreisindex 0,3 Prozent unter dem Stand von Juli 2024.

Die Einfuhrpreise beeinflussen die Verbraucherpreise, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Zuletzt lag die deutsche Inflation im Juli bei 2,0 Prozent und traf damit den mittelfristig angepeilten Zielwert der EZB. Am Nachmittag werden die deutschen Inflationsdaten für August erwartet.

(AWP)