Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Februar zusammen 0,3 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent gerechnet. Im Januar hatte es nach revidierten Daten eine Stagnation gegeben. Zunächst war von einem Rückgang um 0,5 Prozent die Rede gewesen.
«Ein Produktionsminus im Jahresauftaktquartal wird sich jetzt nicht mehr vermeiden lassen», so die Einschätzung von Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank. Das Ergebnis enttäusche, zumal im Februar noch nicht Krieg im Nahen Osten geführt wurde. Seither dürfte die gesperrte Strasse von Hormus zu Produktionsausfällen geführt haben.
Das Minus im Februar ist auf die Produktionsrückgänge im Baugewerbe (-1,2 Prozent), im Bereich Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (-3,9 Prozent) und in der Pharmaindustrie (-4,4 Prozent) zurückzuführen. Positiv wirkte sich hingegen der Anstieg in der Automobilindustrie (+1,7 Prozent) aus, wie Destatis weiter mitteilte.
Die Industrie allein stellte im Februar 0,1 Prozent weniger her als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 sank die Produktion in diesem Sektor kalenderbereinigt um 0,6 Prozent.
(Reuters)

