Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und ⁠Dienstleister zusammen - fiel um 0,8 Zähler auf 48,0 Punkte. Das Barometer rutschte damit auf den niedrigsten Wert seit ‌Dezember 2024 ab und signalisierte ein beschleunigte Talfahrt der Wirtschaft, ‌wie der Finanzdienstleister S&P Global am Dienstag zu ​seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte. Ein Wachstum wird erst ab 50 Punkten angezeigt.

«Die schlechte Nachricht ist, dass die Geschäftstätigkeit den dritten Monat in Folge und stärker zurückgegangen ist als in den beiden Vormonaten», sagte S&P-Global-Ökonom Phil Smith. «Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ‌die Wirtschaft im zweiten Quartal 2026 wieder in den rezessiven Bereich gerutscht ist.» Im ersten Vierteljahr hatte es noch zu einem Wachstum von 0,3 Prozent gereicht. Helaba-Experte Ulrich Wortberg sieht die konjunkturellen ​Perspektiven noch von Unsicherheit geprägt: «Dennoch dürften die Sorgen aufgrund des ​beschlossenen USA/Iran-Abkommens, der Öffnung der Strasse von Hormus und ​der deutlich gesunkenen Energiepreise allmählich wieder nachlassen.»

(Reuters)