«Es gibt derzeit keine physischen Energieknappheiten in Deutschland», sagte eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch. Man beobachte die Lageentwicklung aufmerksam und sei im engen Austausch mit der Branche, um Auswirkungen auf die Luftfahrt zu beobachten und bei Bedarf schnell Gegenmassnahmen zu ergreifen. Bei einem Kerosin-Gipfel mit Vertretern der Mineralöl- und Luftfahrtindustrie am 20. April sei übereinstimmend berichtet worden, dass noch keine physischen Knappheiten eingetreten seien.
Einen Bericht des Magazins «Der Spiegel» über Kerosin-Lieferungen aus Israel konnte das Ministerium nicht bestätigen. Der «Spiegel» hatte unter Berufung auf israelische Angaben berichtet, Israel liefere auf Bitten des deutschen Energieministeriums Kerosin nach Deutschland. Dazu lägen «derzeit keine Erkenntnisse vor», sagte die Sprecherin. Grundsätzlich gelte, dass beim Ankauf von Gas, Rohöl oder Rohölprodukten Unternehmen die Verträge machten. Die Bundesregierung flankiere prinzipiell mit Gesprächen eventuelle Lieferungen.
(Reuters)

