Laut einer am Donnerstag in Nürnberg veröffentlichten Studie der Konsumforschungsinstitute GfK und NIM ist der Indikator für das Konsumklima im April auf minus 28,0 Punkte gefallen, von zuvor revidiert minus 24,8 Punkten. Analysten hatten mit einer schwächeren Konsumlaune gerechnet, waren aber im Schnitt nur von einem Wert von minus 27,3 Punkten ausgegangen.

Zwar habe der Iran-Krieg die Anschaffungsneigung und die Sparneigung noch nicht erkennbar belastet. Die Einkommenserwartungen seien aber infolge der Inflationsängste spürbar gesunken. «Die Verbraucher erwarten, dass die Inflation durch die gestiegenen Energiepreise wieder anzieht, und die wirtschaftliche Erholung erneut gebremst wird», sagte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl.

Der Iran-Krieg habe auch Spuren bei den Konjunkturaussichten der Verbraucher hinterlassen, heisst es weiter in der Studie. Viele Verbraucher seien besorgt, dass der vorsichtige Aufschwung der deutschen Wirtschaft einen ernsthaften Dämpfer erhalten könnte. Dies gelte vor allem dann, wenn der Konflikt länger andauern sollte.

(AWP)