Das EUR/USD-Paar notiert am Montagnachmittag bei 1,1677. Damit hat der Greenback zum Euro an Wert eingebüsst. Denn im frühen Handel mussten erst 1,1622 Dollar bezahlt werden. Auch zum Franken hat die US-Devise nachgegeben: Das USD/CHF-Paar wird aktuell bei 0,7969 gehandelt, nachdem es am frühen Morgen im Top noch 0,8019 gewesen waren. Nur wenig verändert zeigt sich derweil das EUR/CHF-Paar mit aktuell 0,9305 nach 0,9311 am Morgen.

In den USA spitzt sich der Konflikt zwischen dem Weissen Haus und der Notenbank weiter zu. Fed-Chef Jerome Powell steht im Fokus einer Untersuchung, die er selbst als politischen Druckversuch wertet. Im Kern geht es um nichts Geringeres als die Unabhängigkeit der US-Geldpolitik.

Der Streit sei weniger juristisch als institutionell und politisch, sagte ein Händler. Entscheidend sei letztlich die Frage, ob das Fed weiterhin unabhängig und datenbasiert auf Inflation, Arbeitsmarkt und Konjunktur reagieren könne. Für die Märkte sei weniger relevant, wie die Untersuchung ende. Schon ihre Existenz erhöhe die politische Unsicherheit, stelle die Verlässlichkeit der US-Notenbank in Frage und treibe die Risikoprämie nach oben.

Der Markt habe die geldpolitischen Risiken im Zuge der politischen Druckmache auf das Fed bisher wohl unterschätzt, meint die Commerzbank in einem Kommentar. «Spätestens dieser Schritt sollte aber den ein oder anderen wachrütteln», heisst es weiter.

Ob bei diesen Vorzeichen die neuesten US-Inflationszahlen, die am (morgigen) Dienstag erwartet werden, einen Einfluss auf den Dollar haben werden, muss sich laut Händlern zeigen.

(AWP)