Das EUR/USD-Paar steht am Freitagmittag bei 1,1580 nach 1,1605 am frühen Morgen, beim EUR/CHF-Paar sind es 0,9049 nach 0,9064 am Morgen. Das USD/CHF-Paar bewegt sich entsprechend relativ stabil. Am Vormittag bewegt es sich in einer engen Spanne um die Marke von zuletzt 0,7814.
Der Dollar profitiere derzeit von der weltpolitischen Lage, andere Faktoren seien etwas in den Hintergrund gerückt, heisst es im Handel. Vor allem der Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am vergangenen Wochenende hatte zeitweise die Nachfrage nach dem Dollar als Krisenwährung verstärkt. Danach hat sich die Situation allerdings einigermassen stabilisiert.
Der Grund dürfte sein, dass durch den Krieg bisher «kein Flächenbrand in Sicht» ist, wie die Dekabank in einem Kommentar schreibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Konflikt einen systemischen ökonomischen Bruch auslösen wird, schätzt sie derzeit als gering ein. Allerdings müsste diese Einschätzung revidiert werden, wenn es zu gezielten und wirksamen Angriffen auf Infrastruktur kommen sollte oder sich die Blockade der Logistikströme über Monate erstrecken sollte.
Im weiteren Handelsverlauf dürfte sich das Interesse der Anleger stärker auf Konjunkturdaten richten. Am Nachmittag könnte der US-Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für neue Impulse sorgen. Im Hinblick auf die Beschäftigung habe es zuletzt solide Indikationen gegeben, heisst es in einer Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Darüber hinaus stehen auch Umsatzdaten im US-Einzelhandel im Fokus.
(AWP)

