Das Dollar-Franken-Paar fiel am Nachmittag auf 0,7914 Franken. Um die Mittagszeit ging es noch zu 0,7940 um. Im gleichen Zeitraum hat auch der Euro zum Dollar merklich angezogen und kostet aktuell 1,1728 Dollar nach 1,1687 am Mittag. Dagegen tritt das Euro-Franken-Paar bei Kursen von 0,9282 mehr oder weniger auf der Stelle.
Die Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland hatte den US-Dollar am Vorabend noch etwas gestützt. Die Gewinne gingen aber im Donnerstagshandel wieder verloren. US-Präsident Donald Trump geht bei den erwarteten Gesprächen über Grönland davon aus, dass die Vereinigten Staaten einen unbegrenzten und dauerhaften Zugriff auf die weltgrösste Insel bekommen. Die Details müssten noch verhandelt werden, sagte er im Gespräch mit dem US-Sender Fox Business.
Aus europäischer Sicht sollte man sich nicht zu früh freuen, sagte Devisenexperte Volkmar Baur von der Commerzbank. Er wies darauf hin, dass Details zur Einigung im Grönlandstreit noch nicht bekannt seien. «Selbst wenn es zu einer Einigung in dieser Sache kommen wird, ist nicht gesagt, dass die US-Regierung in den kommenden Monaten nicht wieder ein Thema finden wird, was das transatlantische Bündnis erneut infrage stellt.»
Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten bewegten den Devisenmarkt dagegen kaum. So blieb die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf einem niedrigen Niveau. Auch Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben (PCE), das bevorzugte Inflationsmass der US-Notenbank Fed, entsprachen grösstenteils den Prognosen. Bei der nächsten Zinsentscheidung in einer Woche gehen Marktbeobachter daher weiterhin fest von konstanten Zinsen aus. Erst ab Mitte des Jahres steigt dann die Wahrscheinlichkeit für einen nächsten Zinsschritt wieder deutlich, wie das Fed-Watch-Tool der CME-Group zeigt.
(AWP)

