Angesichts von Feiertagen in den USA und einigen Handelsplätzen in Asien ist aber von einem ruhigen Wochenauftakt die Rede. Aktuell wird das Währungspaar Dollar/Franken zu 0,7696 gehandelt. Das ist etwas höher als am Morgen mit 0,7684. Auch der Euro hat zu Franken leicht angezogen auf 0,9130 von 0,9118 Franken im Frühhandel. Derweil hat sich das Euro/Dollar-Paar nur wenig bewegt und kostet 1,1863 nach 1,1866 am Morgen.
Franken nach BIP-Daten leichter
Die Schweizer Wirtschaft ist im Schlussquartal 2025 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Dies zeigt sich am Bruttoinlandprodukt (BIP), das im vierten Quartal auf bereinigter Basis zum Vorquartal real um 0,2 Prozent gestiegen ist. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich laut der ersten Seco-Schnellschätzung ein reales BIP-Wachstum von 1,4 Prozent nach 1,2 Prozent im Jahr davor. Dies liegt deutlich unter dem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum der Schweiz, das laut Seco ab 1981 bei 1,8 Prozent lag.
Während der Dienstleistungssektor im Schlussquartal ein verhaltenes Wachstum zeigte, stagnierte der Industriesektor, wie das Seco mitteilte. Die Zahl liegt im Rahmen der Expertenschätzungen, die gemäss Umfrage der Nachrichtenagentur AWP in der Bandbreite von +0,1 Prozent bis +0,4 Prozent lagen.
Das Schweizer Wirtschaftswachstum sei «nicht berauschend, aber beruhigend», sagte Chef-Ökonom Reto Cueni von der Bank Syz. Er wies darauf hin, dass die hiesige Wirtschaft den Zoll-Hammer aus den USA einigermassen verkraften konnte. Für den Chef-Ökonomen der VP-Bank, Thomas Gitzel, zeigen die Zahlen, dass sich exportorientierte Länder im gegenwärtigen Umfeld schwertun.
Arthur Jurus von Oddo BHF ergänzt, dass die begrenzte Dynamik einen stagnierenden Industriesektor widerspiegele, «insbesondere eine sehr geringe bis negative Wertschöpfung der verarbeitenden Industrie, während die Dienstleistungen den Hauptbeitrag zum vierteljährlichen Wachstum lieferten.»
Zur Erinnerung: Wegen des Zollhammers von US-Präsident Donald Trump war die hiesige Wirtschaft im Herbst deutlich ins Minus gerutscht. Das BIP war um 0,5 Prozent rückläufig und damit deutlich schlechter ausgefallen als damals erwartet.
EUR/USD weiter seitwärts
Derweil wird der Euro bereits seit einigen Tagen in einer recht engen Spanne knapp unter 1,19 Dollar gehandelt. Es herrscht aktuell Unsicherheit darüber, wie schnell die US-Notenbank Fed in diesem Jahr die Leitzinsen senkt. Nachdem Mitte letzter Woche robuste Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht wurden, scheint das Fed zumindest aktuell nicht unter starkem Zugzwang zu stehen.
(AWP)

