Nachdem der Euro in der Nacht auf Montag mit 89,81 Rappen erstmals unter die Marke von 90 Rappen gefallen war, zeichnet sich mit Kursen von aktuell 0,9039 Franken wieder eine gewisse Normalisierung ab. Auch zum Dollar setzte der Euro seinen Erholungskurs fort und etablierte sich mit zuletzt 1,1644 deutlicher über der Marke von 1,16.
Das Dollar/Franken-Paar bewegte sich kaum und blieb mit 0,7763 unter der Marke von 0,78.
Die Märkte bleiben aber nach wie vor nervös. Auch wenn eine Stabilisierung möglich scheine, bleibe das Thema «Risikoaversion» bestehen, heisst es dazu von der Helaba. Die Commerzbank sieht derweil zwar auch für die Schweiz einen gewissen Inflationsdruck durch den hohen Ölpreis. Dieser werde aber durch den ebenfalls weiter hohen Franken abgefedert und entsprechend sei dieser wohl für die SNB das grössere Problem. Mit Zinserhöhungen sei hierzulande wohl nicht so rasch zu rechnen.
Laut Valiant könnte die SNB zuletzt am Devisenmarkt interveniert haben, allerdings - wenn überhaupt - nur in geringem Ausmass. Denn der Franken habe seit Kriegsbeginn nur moderat aufgewertet, zum Dollar sogar verloren. Entsprechend liege eher eine Euroschwäche denn eine Frankenstärke vor, was die Zurückhaltung der SNB erkläre.
(AWP)

