Die Schweizer Inflation zog im April an. Die SNB könnte daher eine stärkere Aufwertung des Frankens zulassen, meinen Experten.

Der EUR/USD-Kurs notiert am späten Dienstagvormittag bei 1,1688 nach 1,1681 am Morgen. Der USD/CHF-Kurs sank leicht auf 0,7835 von 0,7844. Das EUR/CHF-Paar tritt derweil bei Kursen von 0,9158 mehr oder weniger auf der Stelle.

Die Teilnehmer am Devisenmarkt zeigen sich laut Händlern zunehmend unbeeindruckt von den Geschehnissen im Nahen Osten. «Der Blick der Devisenmärkte geht eher nach vorne und schaut auf mögliche Auswirkungen und volkswirtschaftliche Zweitrundeneffekte, die der Iran-Konflikt nach sich ziehen könnte», heisst es in einem Kommentar.

Hierzulande gab es dazu neue Inflationsdaten. Im April zog die hiesige Jahresteuerung auf 0,6 von 0,3 Prozent an. «Damit lag sie über der Prognose der SNB für das gesamte zweite Quartal», stellt EFG-Ökonom GianLuigi Mandruzzato fest.

Dies deute auf eine Inflationsüberraschung nach oben hin. «Die Daten erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass die SNB einen Anstieg des Schweizer Frankens zulässt oder sogar vorantreibt, um den Druck auf die Schweizer Preise zu dämpfen», so der Experte.

(AWP)