Seine Gewinnprognose hatte der Bonner ‌Konzern DHL ⁠bereits angehoben, der die Folgen der US-Zollpolitik für den Welthandel ⁠immer besser wegsteckt. Geholfen hat dabei auch ein Sparprogramm, das den Gewinn ‌nach Minderheiten um 23,9 Prozent auf ‌eine Milliarde Euro in die ​Höhe trieb, wie DHL am Mittwoch mitteilte. Der Konzern stockt nun sein im Jahr 2022 begonnenes Programm zum Rückkauf eigener Aktien um 500 Millionen Euro auf bis zu ‌6,5 Milliarden Euro auf. Das Programm wurde zugleich bis Ende 2027 verlängert.

DHL hatte bereits Anfang Juli vorläufige Zahlen für das zweite ​Quartal vorgelegt und dabei die Gewinnprognose angehoben. Das ​operative Ergebnis (Ebit) wird nun bei ​mehr als 6,5 Milliarden Euro erwartet. DHL hatte von April bis ‌Juni den Konzernumsatz um 13 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro in die Höhe geschraubt - dabei halfen unter anderem Wachstum im Express-Geschäft ​und ​die Weitergabe gestiegener Kraftstoffkosten an ⁠die Kunden. Das Ebit stieg um ​30 Prozent auf ⁠1,9 Milliarden Euro. Dabei profitierte der Konzern auch von ‌seinem Sparprogramm. DHL hatte im vergangenen Jahr rund 16.000 Stellen abgebaut, Ende 2025 beschäftigte der Konzern noch ‌knapp 584.000 Menschen. Insgesamt will Konzernchef Tobias ​Meyer die Kosten konzernweit bis 2027 um mehr als eine Milliarde Euro senken.

(Reuters)