Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) stieg im März 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent und erreichte den Stand von 100,8 Punkten (Dezember 2025 = 100). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat betrug die Teuerung +0,3 Prozent. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Der Anstieg um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, unter anderem auf die höheren Preise für Heizöl und für Pauschalreisen ins Ausland. Ebenfalls gestiegen sind die Preise im Luftverkehr sowie für Benzin und Diesel. Die Preise in der Hotellerie und Parahotellerie sind hingegen gesunken, ebenso wie jene für Automiete und Carsharing.
Das meinen Ökonomen in einer ersten Stellungnahme:
GianLuigi Mandruzzato, Ökonom bei EFG:
«Der moderate Anstieg der Inflation im März, der hinter den Markterwartungen zurückblieb, bestätigt, dass die Schweiz vom Energiepreisschock relativ unberührt bleibt. Dies spiegelt das geringe Gewicht der Treibstoffpreise im Warenkorb des Verbraucherpreisindexes wider. Die SNB wird auf Anzeichen von Zweitrundeneffekten achten, doch gibt es vorerst wenig Anlass, auf den Schock zu reagieren, auch angesichts der hohen Unsicherheit über die Weiterentwicklung der Krise im Nahen Osten.»
Karsten Junius, Chefökonom der Bank J. Safra Sarasin:
«Der Verbraucherpreisindex stieg im März nur um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr – das ist weniger als im Euroraum. Haupttreiber war der Energiesektor mit einem Anstieg von 4,4 Prozent gegenüber dem Vormonat in der Schweiz, verglichen mit 6,8 Prozent im Euroraum. Dies unterstreicht die starke Bedeutung von Strom im Warenkorb, dessen Preise unverändert blieben. Innerhalb des Energiesektors stiegen die Preise für Erdölprodukte um 10,6 Prozent gegenüber dem Vormonat, während die Kerninflation und der Konsumentenpreisindex ohne Erdölprodukte im Monatsvergleich unverändert blieben. Trotz des Anstiegs der Erdölprodukte sind importierte Waren weiterhin 0,3 Prozent günstiger als im März des Vorjahres, was den starken Schweizer Franken widerspiegelt. Die Dienstleistungsinflation ist nach wie vor der einzige Treiber der Binneninflation. Mit 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist sie relativ stabil. Der Bericht liefert keinen Anlass für die Schweizerische Nationalbank (SNB), ihren Leitzins in den kommenden Monaten zu ändern.»
(cash)
