Die Aktien von Lonza scheinen die jüngste Kursschwäche endlich hinter sich gelassen zu haben. In weniger als zehn Sitzungen stiegen die Titel des Life-Science-Konzerns über 16 Prozent auf 574 Franken und notieren damit auf einem Acht-Monats-Hoch. Hält diese Dynamik an, dürfte der vierjährige Kursdeckel bei rund 600 Franken mit Leichtigkeit zu überwinden sein.
Dass sich die Papiere in den vergangenen Monaten überhaupt so verhalten zeigten, hatte in Analystenkreisen für Stirnrunzeln gesorgt. Schliesslich überzeugte das Unternehmen operativ auf ganzer Linie: Sowohl die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 als auch die Aussichten für 2026 fielen äusserst positiv aus, und in den vergangenen zwei Jahren wurden die Markterwartungen fast durchweg übertroffen. Auch das aktuelle Margenniveau sowie die künftigen Prognosen unterstreichen die fundamentale Stärke des Geschäfts. Oder um es mit den Worten von ZKB-Analyst Daniel Jelovcan auf den Punkt zu bringen: «Lonza bleibt eine attraktive Wachstumsstory mit hohen Margen und guter Visibilität.»
Die jüngste Aufwärtsbewegung dürfte in den Experten daher für Erleichterung sorgen. Seit mehr als zwei Jahren spricht sich die überwiegende Mehrheit der Experten vehement für einen Kauf der Lonza-Titel aus - konkret sind es 22 von 25 Personen. Seit August 2025 haben sie zudem das durchschnittliche Kursziel zwischen 660 bis 670 Franken veranschlagt - eine Marke, die nun wieder in greifbare Nähe rückt.
Die jüngste Kursrallye dürfte fundamental gesehen, weiter Beine haben. Letzte Woche handelten die Lonza-Aktien zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von gut 25x - ein Niveau, das zuletzt im November 2023 und September 2019 unterboten wurde. Das Wachstum, die Margenexpansion und durch Vacaville vorangetriebene Expansion in die USA sprechen eigentlich auch für eine Bewertungsnormalisierung nach oben.
Die langfristigen Schätzungen unterstreichen dieses enorme Potenzial: Bis 2029 rechnen Marktbeobachter mit einer knappen Verdoppelung des Gewinns pro Aktie im Vergleich zum Jahr 2025. Davon dürften auch die Aktionäre direkt profitieren, da die Dividende von derzeit 5 Franken bis dahin auf prognostizierte 7,54 Franken je Aktie angehoben werden soll.

