Die NZZ-Mediengruppe will ihre Anteile an der Aussenwerbegruppe APG SGA aufstocken. Sie darf das nun tun, ohne dazu allen Aktionären von APG ein Kaufangebot unterbreiten zu müssen. Diese stimmten an der ausserordentlich durchgeführten Generalversammlung vom Freitag einer entsprechenden Statutenänderung zu.
Die APG-Aktionäre haben laut einer Mitteilung vom Freitag die Einführung einer selektiven Opting-up-Bestimmung in die Statuten der
Gesellschaft mit grossem Mehr angenommen und damit den einzigen Antrag an dieser Versammlung gutgeheissen. Die NZZ wird somit von der Pflicht ausgenommen, allen APG-Aktionären ein Kaufangebot zu machen, solange sie den Schwellenwert von 49 Prozent der Stimmrechte nicht überschreitet.
Die NZZ will den Anteil an APG von 25 Prozent auf 45 Prozent aufstocken und sich so zusätzliche Einnahmen erschliessen. Die Gruppe hat sich mit den weiteren Grossaktionären JCDecaux und Pargesa auf den Erwerb der weiteren 20 Prozent geeinigt. Sie wird laut den Plänen den Preis von 220 Franken je Aktie bezahlen, den sie 2024 für den Aufbau ihrer heutigen 25-Prozent-Beteiligung an die beiden Aktionäre bezahlt hatte. Der Kaufpreis beträgt somit insgesamt 132 Millionen Franken.
Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigaben erwartet die NZZ laut APG den Vollzug der Transaktionen im zweiten Quartal 2026. Um die Transaktion unter Dach und Fach zu bringen, braucht die NZZ die Zustimmungen der Wettbewerbsbehörden in der Schweiz und in Serbien. Die Übernahmekommission hatte unter anderem die Gültigkeit der Opting-up-Klausel unter den dafür üblichen Annahmen bereits bestätigt.
(AWP)

