Der Swiss Market Index (SMI) könnte nach einer kurzen Verschnaufpause am vergangenen Freitag einen neuen Anlauf auf ein Rekordhoch wagen. Die Zeichen sind nicht eindeutig: Der Bluechip-Index startet mit einem Plus von 0,1 Prozent höher bei 14'188 Punkten gehandelt. Das bisherige Allzeithoch hatte er am Donnerstag bei 14’214 Zählern markiert.
Für das Erreichen einer neuen Bestmarke könnten die SMI-Schwergewichte erneut eine zentrale Rolle spielen. In der vergangenen Woche waren es vor allem die Aktien von Novartis und Nestlé, die mit Kursgewinnen von 6,5 respektive 6 Prozent zu den Top vier im Leitindex zählten und so für Auftrieb sorgten. Roche folgte mit einem Plus von 4,9 Prozent etwas abgeschlagen, doch scheint Bewegung in die bisher trägen Titel zu kommen. Seit März pendeln die Aktien in einer engen Bandbreite zwischen 310 und 330 Franken. Am Freitag versuchten sie den Ausbruch nach oben. Am Montag, kurz nach Handelstart, steigen sowohl Nestlé als auch Roche um 0,6 respektive 0,4 Prozent.
Das positive Momentum im Markt - getragen von den anderen SMI-Schwergewichten und dem Gesundheitssektor, der in diesem Monat der drittbeste Sektor am Schweizer Markt ist - könnte Roche zu einer Aufholjagd verhelfen. Denn in diesem Jahr notieren die Titel des Stadtrivalen Novartis rund 16,4 Prozent im Plus, während Roche lediglich 2,4 Prozent zulegten. Auf Fünf-Jahres-Sicht ist der Performance-Unterschied noch eklatanter: Novartis legten knapp 50 Prozent zu, Roche liegen 3 Prozent im Minus.
Sollten die Aktien den Widerstand bei 337 Franken nachhaltig überwinden, könnte ein Anlauf auf das im Februar erzielte Mehrjahreshoch bei 370 Franken folgen - zumindest aus technischer Sicht. Analystinnen und Analysten zeigen sich diesbezüglich jedoch noch zurückhaltend. Laut Daten von LSEG empfehlen von 24 Experten nur 11 den Kauf, zehn raten zum Halten und drei zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel für die nächsten zwölf Monate liegt bei knapp 360 Franken, was einem Aufwärtspotenzial von rund 6,6 Prozent entspricht.

