Plus 232,20 Prozent: Dies ist die beeindruckende Bilanz der Aktien von Gurit in diesem Jahr. Von 11,80 Franken haben sich die Valoren auf 39 Franken hochgearbeitet – zwischenzeitlich sogar auf über 43 Franken.
Am Dienstag gewinnen die Aktien weitere 15 Prozent und übertreffen damit alle anderen SPI-Titel deutlich. Der Gesamtmarkt notiert derweil sogar leicht im Minus.
Trotz der bereits starken Kursentwicklung seit Jahresbeginn sieht Analyst Joern Iffert weiterhin Aufwärtspotenzial. Der Verbundwerkstoffspezialist dürfte seiner Einschätzung nach von einem verschlankten Produkt- und Vertragsportfolio, einer Rückkehr zu organischem Wachstum ab 2026 sowie besseren Marktbedingungen in der Windenergie profitieren. Dadurch könnte das Unternehmen profitabler wachsen, als es der Markt derzeit erwartet.
Vor diesem Hintergrund hebt er seine EPS-Prognosen für die Jahre 2026 bis 2028 um 3 bis 8 Prozent an, da er von höherem Wachstum und verbesserten Margen ausgeht. Zusätzlich könnte der steigende Energiebedarf durch KI-Rechenzentren die langfristige Nachfrage nach Windenergie unterstützen. Da die Aktie im Vergleich zu anderen Schweizer Industrieunternehmen weiterhin günstig bewertet sei, ergibt sich aus seiner Sicht ein attraktives Chancen-Risiko-Verhältnis.
Dass solche Hochstufungen starke Bewegung auslösen können, zeigte sich bereits im März, als Gurit an einem Handelstag um 25,7 Prozent nach oben schoss. Damals hatte Octavian die Einstufung auf «Buy» erhöht, mit einem Kursziel von 52 Franken. Es ist nach wie vor die höchste Schätzung am Markt. Durchschnittlich resultiert ein Preisziel von 32,33 Franken.
(cash)
