Zwischen dem 28. Februar und dem 9. März verteuerte sich Diesel um 8,6 Prozent auf durchschnittlich 1,90 Franken pro Liter. Der Preis für Bleifrei 95 stieg im gleichen Zeitraum um 3,7 Prozent auf 1,70 Franken.
Das zeigt eine aktuelle Auswertung des TCS-Benzinpreisradars, die konkrete Zahlen zur Preisentwicklung an Schweizer Tankstellen seit Kriegsausbruch liefert. Der stärkere Preisanstieg beim Diesel erklärt sich durch die höhere Nachfrage in der Industrie, schrieb der Touring Club Schweiz am Mittwoch in einem Communiqué.
Der TCS Benzinpreisradar basiert auf Preisangaben aus der User-Community und wird vom TCS nicht kontrolliert. Dank breiter Abdeckung gelten die Daten laut TCS jedoch als realistischer Indikator für die aktuelle Preisentwicklung an Schweizer Tankstellen.
Die Analyse stütze sich auf rund 3200 Tankstellen, deren Preise in den letzten zehn Tagen aktualisiert wurden. Das gestiegene Interesse an den Tankstellenpreisen spiegelt sich auch in den Zugriffszahlen: Zeitweise lagen die täglichen Seitenaufrufe des Benzinpreisradars zehnmal höher als vor Kriegsausbruch.
Parallel dazu publiziert der TCS eine eigene Schätzung der aktuellen Diesel- und Benzinpreise in der Schweiz. Diese wird von TCS-Experten aufgrund von Informationen aus verschiedenen Quellen und Stichproben erhoben.
In dieser Betrachtung hat sich der durchschnittliche Preis für einen Liter Diesel per 10. März gar auf 1,95 Franken erhöht, nach 1,79 Franken vor Kriegsausbruch. Und laut der TCS-Schätzung kostete der Liter Bleifrei 95 zuletzt 1,74 Franken.
(AWP)

