Die europäischen Raffineriemargen für Diesel legten um fast zehn Prozent zu. Der Terminkontrakt für ultraschwefelarmen US-Diesel kletterte um 7,4 Prozent auf 4,19 Dollar pro Gallone. Dies war der grösste Anstieg seit dem 13. Juli. Zuvor waren eine ukrainische Attacke auf eine Raffinerie in der russischen Region Tatarstan sowie ein Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf die Dschasan-Raffinerie in Saudi-Arabien bestätigt worden.
Die Anlage in Dschasan ist nach einem früheren Beschuss seit dem 27. Juli geschlossen. Diese Vorfälle hätten dem Markt erhebliche Mengen an Diesel entzogen, erklärte Bob Yawger, Analyst bei Mizuho.
Die Teuerung bereitet Landwirten Sorgen, die den Kraftstoff für die Aussaat auf der Nordhalbkugel und die Ernte auf der Südhalbkugel benötigen. Rohöl ist der wichtigste Preistreiber für Kraftstoffe, doch das Plus bei Diesel übertraf die Zuwächse bei den Rohölsorten Brent und US-Leichtöl WTI, die sich um jeweils etwa fünf Prozent verteuerten.
Die Hoffnungen auf eine Freigabe der Strasse von Hormus schwanden, da die USA und der Iran gegenseitige Entschädigungsforderungen stellten. Die Blockade der Meerenge im Iran-Krieg hat das weltweite Dieselangebot verknappt, da der Transport von Kraftstoff und Rohöl aus dem Nahen Osten unterbrochen ist. Die Ukraine hat zudem ihre Schläge gegen die russische Energieinfrastruktur verstärkt.
(Reuters)

