Die Online-Apotheke DocMorris hat mit ihren Umsatzzahlen zum dritten Quartal die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Zudem erreichte das Unternehmen früher als erwartet die Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA und erhöhte die Jahresprognose.
Die Aktie gewinnt bis um 9.45 Uhr 5,5 Prozent auf 14,86 Franken, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,5 Prozent im Plus steht. In der Spitze nach der Eröffnung zog der Titel noch um mehr als 11 Prozent an.
Analysten zeigen sich insbesondere vom starken Wachstum im Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten (Rx) in Deutschland beeindruckt. Dieses hat sich im dritten Quartal nochmals deutlich beschleunigt und die Erwartungen weit übertroffen. Für eine positive Überraschung sorgt auch, dass die Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA bereits im dritten Quartal erreicht wurde. Viele Analysten hatten erst im vierten Quartal damit gerechnet.
Die ZKB bezeichnet die Dynamik bei der Gewinnung neuer Rx-Kunden als «sehr stark». Das Erreichen der Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA sei zudem ein Meilenstein für DocMorris. Allerdings weist der zuständige Analyst darauf hin, dass es sich um ein bereinigtes Ergebnis handelt und der freie Cashflow vorerst noch deutlich negativ bleibt. Entscheidend seien nun weitere Fortschritte bei der Kosteneffizienz und das Erreichen der Gewinnschwelle beim freien Cashflow im Jahr 2027.
Auch die UBS sieht die Quartalszahlen klar über den Erwartungen. Trotz der angehobenen Jahresprognose rechnet sie allerdings nur mit geringfügigen Anpassungen der Konsensschätzungen für den Gewinn im Gesamtjahr. Deutlich mehr Potenzial sieht dagegen Octavian. Der zuständige Analyst hält die neue Umsatzprognose für vorsichtig, da sie im vierten Quartal lediglich ein Wachstum von 8 bis 9 Prozent voraussetze, nach einem Plus von 15,5 Prozent in den ersten neun Monaten. Entsprechend sieht er Spielraum für höhere Analystenschätzungen.
(AWP)

