Der Aussenumsatz stieg von April bis Juni um 12,4 Prozent auf 309,7 Millionen Franken. In Lokalwährungen lag das Plus bei gut 15 Prozent, wie DocMorris am Mittwoch mitteilte. Im ersten Quartal hatte das Wachstum in Lokalwährungen noch knapp 11 Prozent betragen.

Im Hauptmarkt Deutschland setzte die Gruppe 292,2 Millionen Franken um - ein Plus von 13 Prozent (+15% in Lokalwährungen). Im vergleichsweise kleinen Europa-Geschäft nahm die Gruppe 17,5 Millionen Franken ein.

Die Aktie von DocMorris steigt im frühen Handel am Mittwoch 8,3 Prozent auf 11 Franken. Das ist der höchste Stand seit Anfang Mai 2025.

Rx-Geschäft als Wachstumstreiber

Das als wichtigster Wachstumstreiber geltende Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten (Rx) in Deutschland wuchs um 43 Prozent auf 79,8 Millionen Franken (+46% in LW) und damit deutlich stärker als im ersten Quartal (+26%/+30% in LW). Die übrigen Geschäftsfelder (Non-Rx) in Deutschland legten um 4,8 Prozent auf 212,4 Millionen Franken zu (+6,7% in LW).

Damit hat DocMorris die Erwartungen der Analysten beim Umsatz übertroffen. Ausschlaggebend war das stärker als erwartete Rx-Wachstum. Das Non-Rx-Geschäft lag derweil nahe beim Konsens.

Zum Non-Rx-Geschäft zählen neben dem OTC-Bereich die digitalen Geschäftsbereiche TeleClinic, Retail Media und der Marktplatz für externe Anbieter von Gesundheitsprodukten und -services. Sie tragen zwar weiterhin nur wenig zum Umsatz bei, wuchsen im zweiten Quartal aber um 80 Prozent auf 13,9 Millionen Franken.

Gewinnzahlen und Ausblick folgen im August

Zum operativen Ergebnis machte DocMorris mit dem Trading Update wie erwartet noch keine Angaben. Laut Unternehmen dürfte sich das bereinigte EBITDA im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal weiter verbessert haben.

Die detaillierten Halbjahreszahlen werden am 19. August veröffentlicht. Gleichzeitig will das Management die Auswirkungen des positiven Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr und der Ende Juni angekündigten "AI-First"-Strategie auf die Guidance 2026 erläutern.

Im Zuge der "AI-First"-Strategie will DocMorris rund 100 Vollzeitstellen abbauen und die jährlichen Kosten bis Ende 2027 um mindestens 15 Millionen Franken senken. Bereits im zweiten Halbjahr 2026 sollen sich die Massnahmen positiv auf das bereinigte operative Ergebnis auswirken.

Bisher stellte die Gruppe für 2026 einen Umsatzanstieg in Lokalwährungen im mittleren einstelligen bis unteren zweistelligen Prozentbereich in Aussicht. Beim bereinigten EBITDA wurde ein Minus von 10 bis 25 Millionen Franken in Aussicht gestellt.

Bestätigt wurde in der aktuellen Medienmitteilung das Ziel, den Break-even beim bereinigten EBITDA im Laufe des Jahres 2026 zu erreichen.

(Reuters)