Der Dollar, der über die vergangenen Wochen stark gesucht war, kommt aufgrund der Waffenruhe im Nahen Osten zurück. Gerade in unsicheren Zeiten ist der Greenback traditionell ein Fluchtmittel. Zudem wird Öl überwiegend in Dollar bezahlt. Da die Ölpreise seit Beginn des Iran-Kriegs kräftig zugelegt hatten, war der Dollar auch deswegen stärker nachgefragt.

«Vermutlich dürften bei einem nachhaltigen Waffenstillstand - und erfolgreichen Friedensverhandlungen - auch die Zentralbankerwartungen korrigieren», schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Es erscheine doch sehr unwahrscheinlich, dass die EZB oder die Bank of England drei oder gar mehr Zinserhöhungen lieferten, sollte der Krieg vorerst beendet sein. Marktteilnehmer sollten allerdings nicht zu optimistisch sein, denn viele Details seien noch ungeklärt und es sei auch fraglich, ob die Waffenruhe tatsächlich halte.

Der Euro hat gegen den Dollar bis am frühen Morgen merklich angezogen und kostet aktuell 1,1685 US-Dollar. Am Vorabend wurde die europäische Gemeinschaftswährung noch zu 1,1575 Dollar gehandelt. Auch zum Franken fiel der US-Dollar in der Nacht klar auf 0,7890 Franken, nach 0,7993 am Vorabend.

Im Vergleich dazu sind die Bewegungen im Euro/Frankenpaar relativ gering. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 0,9220 Franken, während sie am Vorabend noch 0,9252 Franken gekostet hatte.

(AWP)