So ist die US-Währung am Abend wieder klar über die Marke von 77 Rappen gestiegen und notierte zuletzt bei 0,7721 Franken. Der Euro hat gegenüber dem Dollar im US-Handel weiter nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Abend 1,1867 US-Dollar nach 1,1894 am späten Nachmittag. Derweil hat die europäische Gemeinschaftswährung zum Franken etwas zugelegt: Sie kostet am Abend 0,9163 Franken nachdem sie am späten Nachmittag noch zu 0,9147 Franken gehandelt wurde.
US-Präsident Donald Trump hat am Freitag den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell vorgeschlagen. Dies hat an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird. Die Erwartungen von Zinssenkungen hatte zuletzt die Edelmetallpreise gestützt. Warsh galt lange als geldpolitischer Falke, hat sich also tendenziell für höhere Zinsen eingesetzt. Zuletzt sprach er sich aber für Leitzinssenkungen aus.
«Ob Warsh also tatsächlich den Wünschen von Donald Trump nach niedrigeren Zinsen folgt, bleibt abzuwarten», kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. «Kevin Warsh versteht aber, dass die Fed und deren guter Ruf essenziell für das Wohlergehen der USA ist.» Es gehe dabei um die Stabilität des US-Finanzsystems.
Inflationsdaten aus der Eurozone bewegten den Eurokurs am Freitag kaum. In Deutschland fiel die Rate höher aus als erwartet. Die Jahresrate stieg von 1,8 Prozent im Vormonat auf 2,1 Prozent. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg auf 1,9 Prozent erwartet. In Spanien hingegen ist die Inflationsrate deutlich stärker als erwartet gesunken.
(AWP)

