Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte am Dienstag indirekt einen Medienbericht, demzufolge die Lieferungen an die kommunistisch regierte Karibikinsel ausgesetzt wurden. Der Frage, ob Öllieferungen zurückgehalten würden, wich sie aus und sagte lediglich: «Es ist eine souveräne Entscheidung, und sie wird in dem Moment getroffen, in dem es notwendig ist.» In Washington erklärte Trump, «Kuba wird bald fallen» und verwies darauf, dass die aus Venezuela eingestellt worden seien.
Ob die Exporte wieder aufgenommen würden, liess Sheinbaum offen und erklärte lediglich, das werde mitgeteilt werden. Sheinbaum betonte, die Entscheidungen des staatlichen Ölkonzerns Pemex stützten sich auf Verträge oder seien humanitärer Natur. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte vergangene Woche gemeldet, dass die mexikanische Regierung einen Stopp der Öllieferungen nach Kuba prüfe. Hintergrund seien Befürchtungen, Mexiko könnte wegen der Unterstützung Kubas ins Visier der USA geraten.
Trump hatte nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch US-Spezialkräfte am 3. Januar angekündigt, den Öl- und Geldfluss von Venezuela nach Kuba zu unterbinden. Venezuela, einst wichtigster Versorger der Insel, hat Schifffahrtsdaten zufolge seit etwa einem Monat kein Öl mehr geliefert. Damit kommt Mexiko eine Schlüsselrolle zu: Pemex exportierte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 rund 19.200 Barrel (je 159 Liter) Rohöl und Ölprodukte pro Tag nach Kuba.
(Reuters)

