Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verteuerten sich in der Spitze um jeweils 1,7 Prozent auf 107,49 beziehungsweise 102,92 Dollar je Fass. Da das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking keinen Durchbruch in der Iran-Frage gebracht habe, richte sich der Fokus der Anleger wieder auf die festgefahrene Situation und die blockierte Strasse von Hormus, sagte Vandana Hari, Gründerin des Ölmarktanalyseunternehmens Vanda Insights. Auch die Sorge vor einer erneuten militärischen Eskalation rücke wieder in den Vordergrund. US-Präsident Trump drohte dem Iran in einem Interview mit dem Sender Fox News am Donnerstag, er werde nicht mehr lange geduldig sein. Anleger fürchteten, dass die seit April geltende Waffenruhe im Nahen Osten auf der Kippe stehe.
Am Donnerstag waren die Ölpreise wegen der Hoffnung auf eine baldige Öffnung der Strasse von Hormus zeitweise leicht gefallen. Iranische Staatsmedien hatten gemeldet, dass rund 30 Schiffe die für Öltransporte wichtige Meerenge passiert hätten. Die Strasse von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer und wird vom Iran wegen des Krieges weitgehend blockiert. Das hat die Ölpreise in den vergangenen Wochen deutlich in die Höhe katapultiert. Die USA und Israel hatten den Iran Ende Februar angegriffen.
(Reuters)

