Der Vermögensverwalter EFG International hat vor allem beim Reingewinn die Erwartungen enttäuscht. Analysten machen in erster Linie die hohe Rückstellung im Zusammenhang mit einem Rechtsfall verantwortlich. Bis 10.20 Uhr geben die Titel in einem wenig veränderten Gesamtmarkt um 9,3 Prozent auf 17,22 Franken nach. Damit fallen sie auf den tiefsten Stand seit November 2025 zurück.

Aufgrund der höheren Kosten sei die operative Profitabilität leicht schlechter als geschätzt ausgefallen, heisst es bei der ZKB. Allerdings habe vor allem eine überraschende zusätzliche Rechtsrückstellung über 60 Millionen Franken das Resultat vermiest. Dies könne auch durch das starke Nettoneugeld-Wachstum nicht kompensiert werden.

Die Bank Vontobel bezeichnet die operativen Resultate in einem Kommentar insgesamt als solide. Das Ausmass der Rückstellung sei aber unerwartet gross, so der zuständige Experte. Nach drei Akquisitionen in den vergangenen zwölf Monaten sei zudem die CET1-Kapitalquote weiter zurückgegangen.

Auch für die UBS bleibt die Ertragsbasis nach einem «robusten» operativen Resultat intakt. Auch seien die Mittelfristziele bis 2028 bestätigt worden. Mit Blick nach vorne dürfte aber die Kapitalentwicklung kurzfristig im Fokus des Marktes bleiben.

(AWP)