Ein paar Wochen nach dem Börsengang Anfang Februar 2025 stieg die Aktie von Bioversys kurz auf 35,30 Franken - es sollte bis heute das höchste Kursniveau der Biotechgesellschaft mit Sitz in Basel sein. Die Aktie notiert derzeit bei einem Allzeittief von 22,90 Franken.
Auch News vom heutigen 12. März änderten nichts an diesem Kursniveau. Bioversys und Partner GSK meldeten den Start einer Phase-IIb-Studie bei Erwachsenen mit arzneimittel-sensibler pulmonaler Tuberkulose. Im Rahmen des Programms habe ein erster Patient den Prüfkandidaten Alpibectir-Ethionamid (AlpE) verabreicht bekommen.
Durch diese Phase-IIb-Studie zur Kombination von Tuberkulose-Medikamenten treiben Bioversys und GSK die Entwicklung dieser Kombination voran und machen den nächsten Schritt in Bezug auf die Dosisfindung sowie die potenzielle Positionierung von AlpE in zukünftigen TB-Medikamentenregimen. Das Ergebnis dieser Studie wird bis Ende 2027 erwartet. Zusätzlich kündigt Bioversys in dem Communiqué den geplanten Start einer Phase-II-Studie zu Tuberkulose-Meningitis in der ersten Hälfte 2026 an.
Die Begeisterung des für Bioversys zuständigen Analysten beim US-Broker Stifel steht in starkem Kontrast zur bisherigen Entwicklung der Aktie. Der Analyst bestätigte am Donnerstag das «Kaufen»-Rating für Bioversys mit einem Kursziel von 70 Franken für die nächsten zwölf bis 18 Monate.
«Mit dem Beginn dieser Studie beschleunigen BioVersys und GSK die Entwicklung dieser innovativen Tuberkulosetherapie», schreibt der Analyst. Alpibectir habe bereits in mehreren frühen Studienphasen ein starkes Potenzial als neue TB-Therapie gezeigt und sich durch gute Verträglichkeit und ein günstiges Sicherheitsprofil ausgezeichnet.
Bei der Einschätzung der Bioversys-Aktie ist der Stifel-Analyst am optimistischsten unter den insgesamt sechs Experten, welche die Firma abdecken. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 56 Franken.
(cash)
