Die Regierung in Havanna stecke in grossen Schwierigkeiten und führe Gespräche mit Washington, sagte Trump am Freitag vor Journalisten im Weissen Haus. Aussenminister Marco Rubio befasse sich auf «sehr hoher Ebene» mit dem Thema.
«Sie haben kein Geld. Sie haben im Moment gar nichts», sagte Trump über die kubanische Führung. «Aber sie reden mit uns, und vielleicht wird es zu einer freundlichen Übernahme Kubas kommen.»
Ob Trump sich damit auf eine mögliche Annexion durch die USA bezog oder andere Staaten ebenfalls involviert wären, ging aus der knappen Antwort des Republikaners nicht hervor. Auch einen Zeitrahmen nannte er nicht.
«Kuba ist, gelinde gesagt, ein scheiternder Staat», sagte Trump weiter. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die USA «etwas sehr Positives» für die Bevölkerung des Inselstaates in der Karibik erwirken könnten.
Washington übt seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas kommunistische Regierung aus. Seit Dezember erhält das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Danach drohte Trump mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten.
Mittlerweile sollen bestimmte Sanktionen gelockert werden. Zusätzlich belastet werden die diplomatischen Beziehungen durch einen Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzschützern und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellbootes, bei dem vier Menschen starben.
(Reuters/AWP)

