Gegen Mittag kostete die älteste und bekannteste Kryptowährung auf der Handelsplattform Bitstamp 79'837 Dollar. In der Nacht hatte der Bitcoin noch über 80'000 Dollar gekostet, nachdem er diese Marke am Montag erstmals seit Januar geknackt hatte. Zur Wochenmitte war er dann kurzzeitig bis auf 82'833 Dollar geklettert.

Timo Emden sieht den Bitcoin vor einem erneuten «Charaktertest». «Nun könnte sich zeigen, ob der jüngste Anstieg mehr als nur eine Luftnummer war», heisst es in einer Analyse. «Die geopolitische Unsicherheit drückt derzeit klar auf die Risikobereitschaft. Solange die Nachrichtenlage fragil bleibt, fehlt vielen Investoren der Mut für neue Engagements.»

Der Bitcoin-Preis war seit Anfang Mai tendenziell gestiegen, nachdem die Waffenruhe und die Hoffnung auf eine Öffnung der Strasse von Hormus den Kurs gestützt hatten. Jetzt aber haben sich  die Spannungen am Persischen Golf wieder deutlich zugespitzt.  Der Iran hat nach Angaben des US-Militärs nahe der Strasse von Hormus Angriffe auf US-Kriegsschiffe mit Raketen, Drohnen und Kleinbooten unternommen, die abgewehrt wurden. US-Präsident Donald Trump sagte aber, der Waffenstillstand mit dem Iran sei weiterhin in Kraft.

(AWP)