Die Aktien von Logitech notieren am Dienstag eine halbe Stunde nach Börsenstart 5,5 Prozent im Minus und damit unter 72 Franken. In einem insgesamt negativen Marktumfeld - der Swiss Market Index (SMI) gibt rund 0,9 Prozent nach - setzt den Titeln des Computerzubehörherstellers insbesondere eine Bewertungsreduktion zu.

Die US-Grossbank Morgan Stanley setzt die Logitech-Valoren in einer Branchenstudie neu auf die Verkaufsliste. Gleichzeitig senkt sie das Kursziel von 107 auf 89 Dollar. Am US-Markt wurden die Logitech-Aktien zuletzt bei 95,4 Dollar gehandelt. Das neue Kursziel impliziert damit ein Abwärtspotenzial von rund 7 Prozent.

Laut der Studie dürften die steigenden Speicherpreise die PC-Nachfrage stärker bremsen als vom Markt eingepreist. Logitech erziele mehr als 50 Prozent der Umsätze im PC-Markt und weitere 30 Prozent hingen vom Gaming ab. Damit seien die Nachfragerisiken im Branchenvergleich hoch und Schätzungsanpassungen waren notwendig. Zudem wird darauf verwiesen dass die Grossbank davon ausgeht, dass auch die Konsenserwartungen noch zurückkommen dürften.

Morgan Stanley scheint damit eines der ersten Finanzinstitute zu sein, das explizit auf zunehmenden Gegenwind im PC-Markt hinweist. Seit Ende Oktober wurden bei Logitech ausschliesslich Hochstufungen registriert - insgesamt fünf an der Zahl. Zwar haben zwei Analysten in diesem Zeitraum ihre Kursziele leicht gesenkt, vier hoben sie hingegen an.

Im Durchschnitt liegt das Konsenskursziel derzeit rund 33 Prozent über dem aktuellen Kursniveau. Sieben Kaufempfehlungen stehen vier Halteempfehlungen und neu einer Verkaufsempfehlung gegenüber.

(cash/AWP)