Gegenüber ‌dem ‌Vormonat legten die Eurozonen-Erzeugerpreise um 0,5 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Es war der stärkste Anstieg seit ​Juni 2025. Von der Nachrichtenagentur Reuters ‌befragte Experten hatten lediglich ‌einen Zuwachs von 0,2 Prozent erwartet, nach einem Plus von 0,1 Prozent im Oktober.

Die Energiepreise in der Industrie stiegen im November zum Vormonat um 1,8 Prozent ⁠und damit weit stärker als im Oktober mit damals 0,1 Prozent. Die Herstellerpreise für Investitionsgüter wie Maschinen und Anlagen ​legten im November zum Vormonat um 0,1 Prozent ‌zu. Bei Vorleistungsgütern ergab sich ‍ein Plus von 0,3 Prozent.

Zum Vorjahresmonat gingen die Preise der ​Hersteller im November um 1,7 Prozent zurück. Ökonomen hatten hier mit einem Rückgang um 1,9 Prozent gerechnet, nachdem im ‌Oktober ein Minus von 0,5 ⁠Prozent zu verzeichnen war. Die Preise ‌gelten ab Werk, also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in ‍den Handel gelangen. Erzeugerpreise gelten als frühe Signalgeber für den Verlauf der Verbraucherpreise. Die Inflation in ​der Euro-Zone lag im Dezember mit 2,0 ‍Prozent exakt auf dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent.