Das geht aus einer Mitteilung im EU-Amtsblatt hervor. Die Aussetzung gilt vom 7. Februar bis einschliesslich 6. August. Die EU-Kommission werde sie mit Blick auf die weitere Entwicklung in den Handelsbeziehungen zu den USA überprüfen und könne weitere Massnahmen ergreifen.
Die EU hatte die Gegenmassnahmen Anfang des Jahres als Reaktion auf Drohungen von US-Präsident Donald Trump erwogen. Dieser hatte wegen seines Anspruchs auf Grönland Zölle gegen acht europäische Staaten angedroht, von denen sechs der EU angehören. Trump lenkte jedoch später ein und zog die Drohungen zurück. Das Massnahmenpaket, das auf eine Reihe von US-Waren von Mais über Geschirrspüler bis hin zu Motorrädern zielt, war bereits vor dem Handelsabkommen zwischen der EU und den USA Ende Juli 2025 vorbereitet worden. Es wurde dann aber für sechs Monate ausgesetzt. Diese Frist wäre am Samstag abgelaufen.
Der Handelsdeal zwischen der EU und den USA sichert den Vereinigten Staaten deutliche Vorteile. Die EU verhinderte damit zumindest einen Handelskrieg, der zu noch grösseren Belastungen geführt hätte. Das Abkommen ist aber immer noch nicht umgesetzt, weil es im EU-Parlament umstritten ist. Diese Woche wurde bekannt, dass das Parlament die Arbeiten zur Umsetzung wieder aufnimmt. Sie waren wegen Trumps Grönland-Drohungen ausgesetzt worden.
(Reuters)

