Der US-Techriese Meta verstösst nach einer ersten Einschätzung der EU-Kommission mit Regeln im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) auf seinem Messengerdienst WhatsApp gegen europäisches Wettbewerbsrecht. Meta müsse auf WhatsApp auch KI-Dienste von Wettbewerbern zulassen, teilten die EU-Wettbewerbshüter am Montag mit. Sie drohten Meta zudem mit einstweiligen Massnahmen zur Sicherung des fairen Wettbewerbs, sollte der US-Konzern sein Verhalten nicht ändern. Hintergrund sei ein Regelwerk, das Meta am 15. Januar umgesetzt hatte. Es erlaube nur den hauseigenen KI-Assistenten Meta AI auf WhatsApp.
Meta wies die Vorwürfe zurück. «Es gibt keinen Grund für die EU, in die WhatsApp Business API einzugreifen», teilte ein Sprecher des Konzerns per E-Mail mit. Die Kommission erklärte ihrerseits, sie wolle mit den Massnahmen verhindern, dass dem Wettbewerb durch den Techgiganten Meta «schwerer und nicht wieder gutzumachender Schaden» zugefügt werde.
(Reuters)

