⁠Damit sollen Verbraucher vor den deutlich gestiegenen Öl- und Erdgaspreisen infolge ⁠des Iran-Krieges geschützt werden, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag aus einem Entwurf ‌der EU-Kommission, der am 22. April veröffentlicht ‌werden soll. Demnach soll Strom ​geringer besteuert werden als fossile Brennstoffe. Zudem soll es den Mitgliedstaaten erleichtert werden, die Stromsteuer für energieintensive Industrien auf null zu senken. Eine Sprecherin der EU-Kommission lehnte eine Stellungnahme ab.

Die europäischen Erdgaspreise ‌hatten sich in den ersten drei Wochen des Iran-Krieges fast verdoppelt und lagen am Dienstag trotz eines leichten Rückgangs noch immer rund ​35 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Europa könne es ​sich nicht leisten, immer häufigeren Energieschocks ​ausgesetzt zu bleiben, hiess es in dem Entwurf laut Bericht. Jede verzögerte Investition ‌in die Energiewende berge das Risiko höherer Kosten für die Gesellschaft.

Um Preisspitzen durch gleichzeitige Käufe zu vermeiden, plant die EU dem Bericht ​zufolge ​ab diesem Monat, die ⁠Befüllung der Erdgasspeicher zu koordinieren. Vor dem ​Sommer soll zudem ein ⁠Elektrifizierungsziel vorgeschlagen werden, um die Industrie zum Umstieg von fossilen ‌Brennstoffen auf Strom zu bewegen. Im kommenden Monat sollen den Energieministern der Mitgliedstaaten darüber hinaus Investitionskataloge für energiesparende ‌und kohlenstoffarme Technologien vorgelegt werden, flankiert von Vorgaben für ​die Finanzierung intelligenter Stromnetze.

(Reuters)