Die Europäische Union wird einem Medienbericht zufolge voraussichtlich die Ratifizierung des Handelsabkommens mit ‌den ⁠USA aussetzen. Die EU brauche zunächst mehr Details ⁠von den USA zu deren neuem Zollprogramm, berichtete die Nachrichtenagentur ‌Bloomberg am Montag.

Die ‌EU habe keine andere Wahl, ​als den Umsetzungsprozess zu verzögern, um Klarheit über die Situation zu bekommen, zitierte die Agentur Zeljana Zovko, die Verhandlungsführerin in Handelsfragen der EVP-Fraktion, der ‌grössten im Europäischen Parlament.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte am Freitag in einer lange erwarteten Entscheidung ​von der Regierung verhängte Sonderzölle für unrechtmässig ​erklärt. US-Präsident Donald Trump hatte ​daraufhin umgehend neue Zölle auf einer anderen gesetzlichen Grundlage ‌angekündigt und diese kurz darauf von zehn auf 15 Prozent erhöht.

Mit den im vergangenen Jahr angekündigten ​Abgaben ​hatte Trump weltweit für ⁠Turbulenzen gesorgt. In vielen Fällen ​hat er aber ⁠neue Handelsabkommen geschlossen, auch mit der EU. ‌Die Vereinbarung wurde bislang aber noch nicht umgesetzt, da sie im EU-Parlament umstritten ist. 

(Reuters)