Die Europäische Union (EU) plant einem Zeitungsbericht zufolge neue Vorgaben für Unternehmen, um die Abhängigkeit ‌von ⁠China bei wichtigen Bauteilen zu verringern. Firmen in Schlüsselsektoren ⁠wie der Chemie- und Maschinenbauindustrie sollten künftig verpflichtet werden, kritische Komponenten ‌von mehreren Anbietern zu beziehen, berichtete die «Financial ‌Times» am Montag ​unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute EU-Vertreter. Dabei solle eine Obergrenze von voraussichtlich 30 bis 40 Prozent für den Bezug von einem einzigen Lieferanten gelten. ‌Der restliche Bedarf müsse durch mindestens drei weitere Zulieferer gedeckt werden, die nicht alle aus demselben Land stammen ​dürften.

Die Pläne befänden sich noch in ​einem frühen Stadium, so ​der «FT»-Bericht weiter. Sie sollen demnach am 29. Mai in der EU-Kommission ‌beraten werden. Sollte es dort Zustimmung geben, könnten die Staats- und Regierungschefs der EU den Vorschlag bei einem ​Gipfel ​Ende Juni absegnen. ⁠Die EU-Kommission war für eine Stellungnahme ​zunächst nicht zu ⁠erreichen. Im vergangenen Jahr hatte es Probleme bei ‌der Produktion in einigen europäischen Autowerken gegeben, nachdem die Regierung in Peking den Export von Seltenerdmagneten ‌und anderen Bauteilen eingeschränkt hatte.

(Reuters)