Dafür hat sie Insidern zufolge die strategisch wichtigen Mineralien Wolfram und Gallium sowie Seltene Erden in die engere Wahl gezogen, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Auch Magnesium, Germanium und Graphit würden für die Prioritätenliste erwogen.
Die EU führe zudem Gespräche mit grossen Häfen wie dem niederländischen Rotterdam über die Lagerung der Mineralien. Ein Sprecher des Hafens Rotterdam wollte sich zunächst nicht zu der Angelegenheit äussern. Ein Sprecher der EU-Kommission lehnte eine Stellungnahme ab.
Der Schritt gilt als eine der bisher konkretesten Massnahmen der EU, ihre Wirtschaft vor der Dominanz Chinas bei kritischen Rohstoffen zu schützen. China hatte in der Vergangenheit Exportbeschränkungen als Druckmittel in Handelsstreitigkeiten mit dem Westen eingesetzt.
Die Metalle sind für die Verteidigungsindustrie, die Herstellung von Halbleitern und die Energiewende mit Windkraftanlagen und Elektroautos unerlässlich. Die EU-Kommission hatte die Initiative zur Bevorratung im Dezember angekündigt. An den Planungen sind zehn EU-Länder in Arbeitsgruppen beteiligt, die von Italien, Frankreich und Deutschland geleitet werden.
Frankreich hat die Diversifizierung der Bezugsquellen für kritische Rohstoffe zu einem Schwerpunkt seiner G7-Präsidentschaft erklärt. Parallel dazu führt der Block Gespräche über die Einrichtung eines ständigen Sekretariats, um sicherzustellen, dass die begonnene Arbeit auch über den turnusmässigen Wechsel der Präsidentschaften hinaus fortgeführt wird.
(Reuters)

