Laut der Agentur Bloomberg haben chinesische Beamte die Banken des Landes aufgefordert, den Kauf von US-Staatsanleihen zu begrenzen. Chinesische Finanzinstitute mit grösseren Positionen seien gar dazu angewiesen worden, diese abzubauen. Eine sinkende Nachfrage nach US-Treasuries belaste den Dollar, heisst es am Markt. Diese Unsicherheiten sorgten auf der anderen Seite für eine zunehmende Nachfrage nach Schweizer Franken.
Am Montag fiel der Dollar zum Franken um mehr als ein Prozent unter 0,77 und kostet 0,7673 Franken. In der Vorwoche war das Währungspaar gar bis an die Schwelle von 0,76 abgerutscht und so günstig wie zuletzt 2011.
Wenn die Attraktivität ausländischer Anlagemärkte den Dollar belastet, wirkt sich die Entwicklung im Inland als Druckfaktor aus, schrieb die ING Bank in einem Kommentar am Montag. Die US-Arbeitsmarktdaten fielen letzte Woche negativ aus, und die Märkte bereiten sich nun auf eine mögliche Neubewertung der Arbeitsmarkteinschätzung durch die Federal Reserve vor.
Im Fokus stehen in der laufenden Woche die am Mittwoch anstehenden US-Arbeitsmarktdaten für Januar sowie die Revisionen der Referenzwerte. Der Konsens erwartet einen soliden Anstieg um 70'000 Stellen, doch der Markt werde empfindlicher auf eine Unterschreitung der Erwartungen reagieren, meinen die Experten von ING Bank. Weitere US-Daten sind die Einzelhandelsumsätze für Dezember am Dienstag und die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex für Januar am Freitag. Schwache Daten können den Dollar weiter belasten.
(cash/AWP)

