Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Währungsraum legte von Oktober bis Dezember zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag auf Basis einer ersten Schätzung mitteilte. In einer Reuters-Umfrage hatten Ökonomen nur mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet, nach 0,3 Prozent im Sommerquartal. Im Gesamtjahr sprang laut Eurostat im Euroraum beim BIP ein Plus von 1,5 Prozent heraus.
Während Deutschland und Italien vor der Jahreswende jeweils ein Wachstum von 0,3 Prozent erzielten, erreichte das in einer Haushaltskrise steckende Frankreich nur einen Zuwachs von 0,2 Prozent. In Spanien reichte es im vierten Quartal hingegen zu einem kräftigen Plus von 0,8 Prozent.
Spitzenreiter beim Wachstum war der baltische Staat Litauen, der vor der Jahreswende ein Plus von 1,7 Prozent erzielte. Das Schlusslicht bildete Irland, dessen Wirtschaft laut einer Schnellschätzung um 0,6 Prozent schrumpfte.
Die Europäische Zentralbank, die nächste Woche über den Leitzins berät, dürfte laut ihrem Chefvolkswirt Philip Lane vorerst die Füsse stillhalten, falls die Wirtschaft auf Kurs bleibt. Die Währungshüter beliessen den Leitzins auf der letzten Ratssitzung des vorigen Jahres bei 2,0 Prozent. Angesichts des nachlassenden Inflationsdrucks hatte die EZB ihn von Mitte 2024 bis Mitte 2025 in mehreren Schritten halbiert und seither pausiert.
(Reuters)

