Am Montag kletterte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam bis auf 60,66 Euro je Megawattstunde (MWh). Dies ist der höchste Stand seit dem 23. März, der Anfangsphase des Kriegs zwischen den USA und dem Iran.
Im weiteren Handelsverlauf ist der Gaspreise wieder auf 59,44 Euro je MWh gefallen, das sind aber immer noch 3,6 Prozent mehr als am Freitag. Seit Beginn des Monats hat sich der Erdgaspreis um etwa 35 Prozent verteuert. Preistreiber ist die eskalierende Lage im Nahen Osten mit gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran. Dabei sind Energietransporte durch die Strasse von Hormus immer wieder das Ziel von Angriffen.
Aus frei zugänglichen Transitdaten im Internet geht hervor, dass der sichtbare Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus am frühen Montag nahezu zum Erliegen gekommen ist. Die jüngsten Attacken auf Schiffe haben neue Bedenken hinsichtlich der Sicherheit geweckt, die diese Passage durchqueren. Allerdings gibt es auch Berichte, über Tankschiffe, die ohne eingeschaltete Transponder die Meerenge passieren und dabei vom US-Militär unterstützt werden. Die Strasse von Hormus ist von hoher Bedeutung für den Transport von Flüssigerdgas. Eine Blockade hat somit Auswirkungen auf die Preisentwicklung auf dem Weltmarkt.
(AWP)

