European Banking Study 2019 - Europas Banken verhaaren bei der Rentabilität im Tief

Europas 50 grösste Banken konnten 2018 ihre Eigenkapitalrenditen leicht steigern. Dennoch verharrt die Rentabilität der Geldhäuser auf tiefem Niveau.
08.06.2019 06:00
Der Hauptsitz der Deutschen Bank in Frankfurt am Main neben der UBS.
Der Hauptsitz der Deutschen Bank in Frankfurt am Main neben der UBS.
Bild: cash

Konkret konnten die Banken die Eigenkapitalrenditen nach Steuern in der Summe leicht auf 7,2 Prozent steigern. Das geht aus der European Banking Study 2019 hervor, die die Strategieberatung ZEB aus Münster diese Woche veröffentlicht hat.

Den meisten grossen europäischen Instituten gelang es den Angaben zufolge weder, nachhaltige operative Ertragssteigerungen zu realisieren, noch ihre Kostenbasis im erforderlichen Umfang zu entlasten.

Zudem zeige ein Blick nach vorn, dass sich die Wettbewerbssituation der Banken weiter verschärfen werde, was sich im Markteintritt neuer Anbieter aus dem Fin- und Big-Tech-Segment sowie in der zunehmenden Akzeptanz für neue, nicht bankspezifische Produkte und Services manifestiere.

Mit einem KBV der Top 50 unter der wichtigen Schwelle von 1,0 verharre der Wert weit unter Marktdurchschnitt, bezogen auf den Stoxx 600, heisst es in der Studie weiter.

In Europa haben sich laut Studie gerade diejenigen Banken besonders gut entwickelt, bei denen die Geschäftsmodelle frühzeitig digitalisiert worden sind. Ihre Profitabilität lag demnach im Jahr 2018 mit 9,2 Prozent nach Steuern deutlich über dem Durchschnitt der grössten Kreditinstitute Europas.

Zu den untersuchten Banken zählen unter anderem UBS, Credit SuisseDeutsche Bank und Commerzbank. Untersucht wurden die 50 europäischen Banken mit der grössten Bilanzsumme.

(Bloomberg)

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